Mainz – Kein Ticket und das „Fußballfans gegen Homophobie“ Banner

Endlich wieder eine Auswärtsfahrt. Urlaubsbedingt konnte ich in Stuttgart und Fürth nicht dabei sein. Ja, jetzt sagt ihr – du bist ja kein echter Auswärtsfahrer. Aber dieses Opfer musste ich bringen, denn auch Schatzi möchte noch was von mir haben.

So, jetzt aber zum Mainz-Trip.

Das war mal wieder ein unkonventioneller Ausflug. Schon früh war klar, dass ich nur einen Tagestrip machen werden. Also, gedacht und via Google Event gepostet, nicht von mir, aber von Alex.

Recht flott meldeten sich zwei Fortuna-Fans aus Koblenz. Die Jungs, eingefleischte TuS Koblenz-Fans mögen aber auch Die Toten Hosen und Fortuna Düsseldorf. Da wir die Jungs im April beim Auswärtsspiel unserer Zwoten gegen TuS Koblenz persönlich kennenlernten, war klar, dass wir gemeinsam fahren werden.

Logistisch war der Weg über Koblenz zwar nicht der kürzeste, aber der einfachte. So ging es mit dem Schönes-Wochenende-Ticket mit dem Regional-Express erst nach Koblenz.

Wir glaubten ganz naiv, dass wohl alle Fortunen per Fanbus, PKW oder mit der Bahn via Frankfurt (Entlastungszug bzw. ICE) fahren. Pustekuchen.

Der Bahnsteig war um 10 Uhr schon voll mit zahlreichen Bierkastenträgern im Fortuna-Outfit. Wir waren nicht richtig flott und durften erstmal bis Bonn stehen. Aber das haben unsere jugendlichen Beine problemlos überstanden.
Unterwegs fiel mir plötzlich auf, dass ich zwar das Bahn-Ticket für uns alle hatte, aber nicht mein Ticket fürs Stadion. Das kam während meines Urlaubes an und lag nun brav im Flur. Ich Depp hatte es noch immer im Umschlag und so fiel es mir nicht auf. Nach kurzer Panik war mir klar: Zurück geht nicht mehr. Also positiv nach vorne Blicken. Alex ist da schon erfahrener und empfahl mir, im Gästebereich die ankommenden Fanbusse zu belagern. Gelegentlich gibt es dort noch Tickets von kurzfristig ausgefallenen Reisenden.
Zwischendurch erhielten wir noch per SMS aus Koblenz die Info, dass uns auf dem Umsteigebahnhof mindestens neun Polizisten erwarten werden. Na ja. Als wir ankamen, die TuS Jungs suchten und dann in die Mittelrheinische Bahn umsteigen wollten, waren es doch deutlich mehr, aber alle sehr entspannt.

In der MRB, sowas wie unsere Regio-Bahn, fanden wir schnell Platz. Die TuS-Jungs, Allesfahrer ihrer Regionalliga-Mannschaft, waren professionell mit eine Palette Bierdosen ausgestattet. Warum das aber Belgisches Bier war, weiß ich immer noch nicht.

In Mainz angekommen “durften” wir direkt ohne Umweg in einen Gästefan-Shuttle zum Stadion steigen. Dort angekommen, machte ich sofort auf zum erstbesten Fanbus. Und sie hatten auch noch zwei Ticktets. Eins gekauft – ein wenig noch für die Fanclub-Kasse draufgelegt und schon war ich glücklich.

Jetzt konnten wir uns im unserem Gästebereich vorm Stadion erstmal umschauen. Da war zu unserer Überraschung zum ersten Mal das Fanmobil, der umgebaute Feuerwehrwagen vom http://www.scd2003.de #SCD2003ev, zu bestaunen.

Echt klasse, denn endlich mal bei einem Auswärtsspiel zu sehen. Er soll Anlaufstelle für Fragen, Resttickets und Last-Minute-Fanutensilien sein. Ich finde es schon jetzt EIN STARKES STÜCK  HEIMAT auswärts.

Wie üblich verzichte ich auf die Beschreibung das Spieles. Über null Punkte hätte ich jetzt auch nicht gerne bberichtet

Erwähnen muss man aber die Stimmung im Stadion. Positiv gestimmt war ich, im Vorfeld lesen zu können, das in Mainz auch die Namen der Gästespieler normal vorgestellt werden. Das klang, als wenn die in Mainz einen Stadionsprecher vom Format unserer André und Ilja hätten. Schnell wurden wir desillusioniert. Es kam noch schlimmer als erwartet. Dazu hat “Derhatschongelb” (http://www.sportsaal.de/das-sind-sportsaal-und-derhatschongelb/) von dem hervorragenden Blog SPORTSAAL (http://www.sportsaal.de/2012/10/07/stimmung-vom-band-und-die-lauteste-haupttribune-der-welt-arme-arme-mainzer-fankultur-ein-ernuchterter-erlebnisbericht/) bereits perfekt alles geschrieben.

Wer jetzt noch liest, dass sich die Mainzer Ultras über die schlechte Stimmung und die Begeisterungslethargie von Mainzer Fans wundern (http://www.szene-mainz.de/Blockbildung/1213/03Duesseldorf.pdf), ahnt, woran es liegen könnte.

Zu Beginn wurde von der Mainzer Fanszene das durch den deutschsprachigen Raum tourende Banner von “Fußballfans gegen Homphobie” (http://fussballfansgegenhomophobie.blogsport.de/2012/10/09/1-fsv-mainz-05-06-10-2012/).  Prima finde ich, dass die Mainzer Fans es selbst organisiert und unsere Freunde von den Meenzelmänner dazu mit eingebunden haben. Außerdem wurde diese Aktion medial sehr gut begleitet, wie mir Markus von den Meenzelmännern (http://www.meenzelmaenner.de/) nachher erzählte. So gab es u.a. ein doppelseitigen Artikel im Stadionheft.

Nach dem Spiel trafen wir uns noch unter der Mainzer Fankurve mit einigen von den den Meenzelmännern und -frauen. Es war noch ein sehr schöner Ausklang nach dem Spiel und zeigt mal wieder, dass QFFler sich immer wieder gerne außerhalb der 90 Minuten gut verstehen. 

Kurios war dann der lange, nein sehr laaaaaaange Fußweg zum Busshuttle in die Stadt. Gefühlte 20 Minuten mussten wir zwischen Wiesen bis zur Bushaltestelle laufen. Da ist doch der integrierte Bahnhof in Düsseldorf purer Luxus. Und als Gästefan ist es auch bequem. Man wird bis vor das Tor gefahren und dort auch wieder abgeholt.

Da wir wieder eine vierstündige Rückfahrt vor uns hatten, ging es dann auch flott zum Hauptbahnhof. Dort mussten wir noch eine halbe Stunde überbrücken und dann ging es entspannt wieder heim. Im Zug krammten wir noch unsere Futtervorräte raus und genossen diverse Käsehappen, Bock- und Chiliwürste und Schoki. Und rechtzeitig zum Ende von “Wetten, dass …?” war ich wieder zuhause. Das Logo am Sendungsende sah ich noch und konnte den Spielbericht im “Aktuellen Sportstudio” gucken.

Jetzt heißt es aber – Nach vorne schauen.

Erst beim Testspiel von SF Baumberg vs. Fortuna am 13. Oktober in Benrath
und dann bald wenn wir den Bayern das Ligaleben in unserer HEIMAT schwer machen.

(running3000)

[EditHinweis] 10.01.2014: Typos korrigiert

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